Reinigungsmittel-eine never ending Story

Bei einem Blick in die Putzmittelschränke deutscher Haushalte kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Unmengen von verschiedenen Reinigungsmitteln mit unterschiedlichen Funktionen, Inhaltsstoffen und Düften suggerieren dem Anwender, dass er alles für Sauberkeit und Hygiene in seinem Haushalt geleistet hat, das mit Geld zu bezahlen ist. Weil angebliche Verbesserungen für diesen und jenen Boden und für diesen und jenen Fleck auf den Markt kommen, werden regelmäßig neue Putzmittel angeschafft und eingesetzt. Der großzügige Umgang mit diesen Mitteln bedeutet nicht, dass Hygiene und Sauberkeit in gleichem Maß wachsen. Verwendete Inhaltsstoffe steigern das Allergierisiko, schaden den Flächen, auf denen das Reinigungsmittel angewendet wird, und tragen Verantwortung für eine hohe Umweltbelastung. Weiß man, wann man einen bestimmten Reiniger einsetzen kann, schont man Gesundheit, Umwelt und Geldbeutel.

Neutralreiniger

Neutralreiniger haben einen pH-Wert von 7 und reichen für die Reinigung haushaltsüblicher Verschmutzungen von Böden und Küchen aus.

Säuren

Ein pH-Wert unter 7 bezeichnet saure Reiniger, die zum Entfernen mineralischer Ablagerungen, wie Kalk, Rost und Urinstein zur Anwendung kommen. Zu den anorganischen Säuren zählen unter anderem Salzsäure, Salpetersäure und Phosphorsäure. Bei den organischen Säuren haben Essigsäure, Ameisensäure und Zitronensäure ihren festen Platz. Der Einsatz von anorganischen Säuren gehört zwingend in den Bereich von ausgebildeten Fachkräften, weil bei diesen Säuren Sicherheitsbestimmungen einzuhalten sind. Von einem Einsatz der Essigsäure, die gerne als Hausmittel gegen Kalk genutzt wird, ist abzuraten. Ameisensäure gilt als stark ätzend und gehört nicht in den Putzmittelschrank.

Der Einsatz von Essigsäure, die als Hausmittel gegen Kalkablagerungen empfohlen wird, ist bedenklich. Essigsäure greift Kupfer und Messing an und ist verantwortlich für das Stumpf werden von Armaturen. Essigsäure bildet stark reizende Dämpfe. Zitronensäure und Amidosulfonsäure sind milde Säuren, die im Haushalt für die Entfernung von Kalkablagerungen geeignet ist. Kommen Säuren im Haushalt zur Anwendung, werden diese in der Regel für die Reinigung von sanitären Anlagen eingesetzt.

Alkalische Reiniger

Bei einem pH-Wert über 7 spricht man von alkalischen Reinigern. Alkalische Reinigungsmittel, die als Laugen bezeichnet werden, sind ätzend. Natriumhydroxid, eine stark ätzende Lauge wird in Abflussreinigern verwendet. Bei Laugen gilt: Je höher der pH-Wert, desto schädlicher sind sie für Gesundheit und Umwelt. Ammoniak, Salmiak und Waschsoda, das in Waschmitteln zum Einsatz kommt gehören in die Gruppe der alkalischen Reiniger. Alkalische Reiniger eignen sich für die Reinigung von organischen Verbindungen, wie Fett, Eiweiß und bestimmter Farben.

Was benötigt ein Privathaushalt?

In einem Privathaushalt hat man es mit normalen Verschmutzungen zu tun, die ausgezeichnet durch den Einsatz von Neutralreinigern entfernt werden können. Neutralreiniger können auf nahezu allen Flächen angewendet werden, ohne diesen Schaden zuzufügen. Kalk- und Urinsteinablagerungen bekommt man mit einem WC Reiniger und Zitronensäure in den Griff. Spülmittel ist leicht alkalisch und eignet sich für die Beseitigung von Fetten und Ölen. Alkoholhaltige Reiniger sind bestens für die Entfernung von Fett geeignet. Für die Reinigung von Fenstern reicht es aus, einen Spritzer Spülmittel in das Putzwasser zu geben.

Fazit

Viel hilft viel sollte bei der Reinigung nicht angewendet werden, weil mehr Schaden als Nutzen entstehen kann. Man sollte bei der Wahl seiner Putzmittel die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren. Zum einen Schaden viele Mittel der Gesundheit, den Oberflächen und der Umwelt und zum anderen sind sie nicht erforderlich.