Was ist das Besondere an Mikrofasertüchern?

Mikrofasertücher werden aus Polyamid und Polyester hergestellt. Die extrem dünn ausgesponnenen Fasern bilden wegen ihrer geringen Faserstärke eine größere Oberfläche, die den Schmutz aufnehmen kann, als dies bei Baumwolle und Leinen der Fall ist. Die Zwischenräume der einzelnen Fasern nehmen hohe Mengen an Feuchtigkeit auf. Dies hat Vorteile und Nachteile. Durch ihre elektrostatische Funktion können Mikrofasertücher zum trockenen Abstauben von Oberflächen eingesetzt werden.

Verschiedene Arten von Mikrofasertüchern für unterschiedliche Anwendungsbereiche!

Die professionelle Gebäudereinigung setzt Mikrofasertücher in vielen Bereichen ein. Abhängig von der Art der Faser sind bestimmte Mikrofasertucharten für ein paar Arbeiten geeigneter als andere. Tücher mit Schlingenfasern können ausgezeichnet bei der Beseitigung von Grobschmutz und Fett eingesetzt werden. Im Sanitärbereich und Küchenbereich ist der ideale Einsatzort für die groben Mikrofasern. Sie nehmen gut Feuchtigkeit auf und reinigen ohne das eine Menge Reinigungschemie eingesetzt werden muss. Für empfindliche Oberflächen sind sie nicht geeignet. Feine, glatte Tücher und Waffeltücher, eignen sich für glatte Flächen und Glas. Spiegel können mit den feinen Poliertüchern aus Mikrofaser wunderbar gereinigt werden.

Achtung!-Mikrofaser ist nicht für alles geeignet!

Wendet man Mikrofasertücher auf Kunststoffoberflächen, wie Brillengläsern, beschichteten Duschkabinen, beschichteten Fenstern und Hochglanzfronten an, wird man rasch feststellen, dass sich auf diesen Dingen feine Kratzer und Schlieren bilden. Insgesamt erscheint die Mikrofaser als weich und griffig. Durch ihre Zusammensetzung aus Polyester ist Mikrofaser eine harte Faser. Sie eignet sich ausgezeichnet zum Lösen von grobem Schmutz. Bildschirme von PCs und Fernsehgeräten mögen den Einsatz der Mikrofaser nicht. Es bilden sich Kratzer und Feuchtigkeit wird entzogen. Geölte und gewachste Holzböden und Möbel werden nicht mit Mikrofasertüchern gereinigt. Die Mikrofasertücher trocknen diese Gegenstände aus und nehmen die gewünschten ölhaltigen Beschichtungen von den Gebrauchsgegenständen.

Wie reinigt man mit der Mikrofaser?

Mikrofasertücher sollten nur nebelfeucht verwendet werden, um die Fähigkeit zur Aufnahme von Feuchtigkeit nicht zu minimieren. Die Faserstruktur macht den Einsatz von Reinigungsmitteln im normalen Hausgebrauch unnötig. Professionelle Reinigungsunternehmen setzen wegen bestimmter Hygienebestimmungen Reinigungsmittel in Maßen ein, um die Übertragung von Krankheitserregern in Altenwohnheimen, Krankenhäusern und gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen zu minimieren. Entfernt man mit Mikrofasertüchern groben Schmutz, müssen diese nicht mit hoher Kraft angewendet werden. Die Mikrofaser reinigt effizienter, sofern die Fasern nicht zusammengedrückt werden.

Die Pflege von Mikrofasertüchern

Mikrofasertücher aus dem professionellen Einsatzbereich können bis 95 Grad in der Maschine gewaschen werden. Bei diesen Temperaturen leiden die Fasern und die Tücher müssen häufiger ausgewechselt werden. Bei Mikrofasertüchern darf kein Weichspüler eingesetzt werden. Der Weichspüler verhindert, dass sich die positiven Saugfähigkeiten und elektrostatischen Fähigkeiten der Tücher umfänglich entfalten können. Im schlimmsten Fall gibt es Schlieren durch den überschüssigen Weichspüler. Die Tücher ziehen Fasern an. Aus diesem Grund wäscht man sie am besten in Wäschebeuteln mit feinen Maschen. Ein Mikrofasertuch gehört nicht in den Trockner.

Fazit

Der gekonnte Einsatz von Mikrofasertüchern spart Reinigungsmittel und Wasser. Beachtet man ein paar Dinge, hat man lange Freude an qualitativ hochwertigen Mikrofasertüchern. Bei falscher Behandlung der Mikrofasertücher und bei dem Einsatz auf Oberflächen, die für diese Tücher nicht geeignet sind, kann die Freude ins Gegenteil umschlagen.